Ein Münchner im Himmel und in der Hölle

Alois Hingerl, Dienstmann 172, hat schwer zu tragen an den vielen Koffern auf dem Münchner Hauptbahnhof. Als die Trambahn der Linie 8 an der Endstation angekommen ist, verliert der Alois seine Lust zur Arbeit und sucht Stärkung im Hofbräuhaus. Doch die Zärtlichkeiten eines leichten Mädchens werden ihm zu viel, und er muss das Zeitliche segnen.

Der Boandlkramer holt ihn ab. Nun erlebt er die unwirkliche Welt des Himmels – aber auch der Hölle. Da kommt dem Alois Hingerl der Grant, der einem jeden Münchner angeboren ist, zur Hilfe: Keiner will ihn haben – alle Himmlischen und Höllischen sind froh, wenn er wieder in sein Hofbräuhaus zurückkehrt. War alles nur ein Traum? Oder hat er wirklich alles so erlebt? Er ist sich selbst nicht sicher. Und er bestellte sich eine Maß und noch eine Maß und noch eine Maß und deswegen wartet die bayerische Staatsregierung…

Mit diesem Stück feierte die Schnaitseer Theatergemeinschaft im Januar 2015 einen enormen Erfolg auf der Schnaitseer Bühne. Bei den Schnaitseern darf es immer ein bisserl mehr sein: Da wird einfach die berühmte „Linie 8“ vorangesetzt und die Zuschauer sind von der ersten Minute an voll in der Handlung mit dabei. „Mia saufan weida, wei mia an Charakter ham“ heißt es im Hofbräuhaus. Engel der Superlative und die greisligen Teifen singen „Brenna tuats guad“.

Nicht nur schauspielerisch und musikalisch wartet auf die Zuschauer im altehrwürdigen Baumburger Gutshof ein Schmankerl, sondern auch die wundervolle Bühnenausstattung sorgt schon für ein Aha beim Eintritt in den Hof.

„Der Münchner im Himmel“ ist eine 1911 veröffentlichte humoristische Satire aus der Feder von Ludwig Thoma. Für den letzten Satz „… und so wartet die bayerische Regierung bis heute auf die göttlichen Eingebungen“ wurde der Autor zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Werk gehört zu den meistrezitierten Texten der bayrischen Volksliteratur. Die wohl bekannteste Version stammt von Adolf Gondrell aus dem Jahr 1962.

„Der Münchner im Himmel und in der Hölle“ ist eine abendfüllende Erweiterung der Thoma-Satire von Alfons Schweiggert, seines Zeichens Präsidiummitglied der Münchner Turmschreiber sowie Gründer und Vorstandsmitglied der „Karl-Valentin-Gesellschaft“ und des Valentin-Karlstadt-Fördervereins „Saubande“. Zudem ist Schweiggert Initiator des Großen Karl-Valentin-Preises, der bislang Gerhard Polt und die Biermösl Blosn, Fredl Fesl und Helge Schneider verliehen wurde. Der Preisträger 2017 ist Sigi Zimmerschied. 

www.theatergemeinschaft-schnaitsee.de

Vorstellungen:

Mittwoch, 12. Juli 2017, um 20 Uhr (Premiere)
Donnerstag, 13. Juli 2017, um 20 Uhr
Freitag, 14. Juli 2017, um 20 Uhr
Sonntag, 16. Juli 2017, um 20 Uhr
Donnerstag, 20. Juli 2017, um 20 Uhr
Freitag, 21. Juli 2017, um 20 Uhr
Samstag, 22. Juli 2017, um 20 Uhr

Einlass jeweils ab 18 Uhr.

Karten für die Vorstellungen gibt‘s bei den Vorverkaufsstellen (ohne Inn-Salzach-Ticket) und an der Abendkasse.
Vorverkauf: 13 € zzgl. VVK-Gebühr; Abendkasse: 16 €