Hufeisenschmeißn - eine Disziplin der Baumburger Hochlandspiele.

Augenmaß und Zielwasser waren beim Hufeisenwerfen gefragt. Foto: fal

Schiam, schmeißn, schiaßn

Gelungener Familiensonntag in Baumburg: Hochlandspiele und Oldtimertreffen machen Altenmarkt zum Besuchermagneten – Fortsetzung im kommenden Jahr

Von Andreas Falkinger

125 Freizeitsportler sind am Sonntag bei den 1. Baumburger Hochlandspielen angetreten, noch mehr betagte Autos, Motorräder und Traktoren waren beim 2. Baumburger Oldtimertreffen zu bewundern und noch viel, viel mehr Schaulustige haben die beiden Veranstaltungen angezogen. „Das war wirklich eine schöne Geschichte, die wir im nächsten Jahr mit Sicherheit in ähnlicher Form fortsetzen werden“, kündigte Dominik Tapper, Geschäftsführer der Klosterbrauerei Baumburg, an.

„Schiam, Schmeißn, Schiaßn“ lautete das Motto der Hochlandspiele: Die Teilnehmer hatten offensichtlich riesigen Spaß am Maßkrugschieben, Hufeisenwerfen und Steinschleuderschießen. 18 Mannschaften traten an, um sich in den drei Disziplinen der bayrischen Variante der Schottischen Highland Games zu messen. Der Slogan der Klosterbrauerei „Im Chiemgau ganz oben“ hatte die Veranstalter dazu inspiriert, den Wettkampf auszutragen: „,Ganz oben‘ ist hoch. Also das Hochland, die Highlands. Da war’s zur Idee, einen Gaudiwettstreit für die ganze Familie anzubieten, nur noch ein kleiner Schritt“, erklärte Organisator Muk Heigl. Im kommenden Jahr wollen die Baumburger ihre Hochlandspiele weiter ausbauen: „Ein Gummistiefelhoch- oder –Weitwerfen und Bauerngolf können wir uns gut als Ergänzung vorstellen“, sagte Tapper.

Bei allem Gaudium entwickelten die Teilnehmer ordentlich sportlichen Ehrgeiz. Dabei erwies sich das Maßkrugschieben als Disziplin, die den meisten am leichtesten fiel. Beim Hufeisenwerfen war die technische Herausforderung deutlich größer. Das Steinschleuderschießen trennte dann die Spreu vom Weizen: Den Stein kontrolliert in Richtung Dosen zu schleudern gelang den wenigsten. Gegen 18.30 Uhr – nach einer von Windows 8 erfolgreich ausgebremsten Excel-Auswertung – standen dann die Sieger fest. Die Mannschaftwertung entschied das Team Weiherbankerlhocker 2 vor den Weiherbankerhockern 1 und dem Freizeitclub Waldschenke 3 für sich. Der Trostberger Wolfgang Moser bewies, dass er nicht nur im Ringen und im Schach meisterlich ist: Er holte sich im bayrischen Dreikampf den Einzeltitel vor Voglmayer und Werner Siglreithmeier. Die Jugendwertung entschied der Schwarzauer Markus Ederer vor Emilia Schenkl und Florian Danzer für sich.